Kirsch-Milchshake
Wie lange ist das jetzt her? Ich weiß nicht wieso ich ausgerechnet jetzt darauf komme, aber vor einigen Tagen oder Wochen kam mir am Bahnhof die Idee, doch ein eisgekühltes, milchbasiertes Erfrischungsgetränk mit künstlichem Geschmack zu erwerben. Ich also rein in die Filiale des Franchisenehmers einer bekannten internationalen Fast-Food-Kette. Meine Überraschung war groß, als ich dort neben den üblichen Sorten Erdbeer, Vanille und Schokolade eine Aktionswerbung sah, die mir “Milchshake Kirsch” anpries. Wieso ich mich dann dafür entschieden habe weiß der Geier, aber wer wissen will, wie es weitergeht, sollte hier unbedingt
Als ich nach kurzer Wartezeit an den Tresen vortreten durfte und ein “Kirschmilchshake” bestellte, war die Verwirrung bei der, hm, nennen wirs mal “Bedienung”, groß. Was genau ich haben wolle? wurde ich gefragt. Ich noch mal langsam zum mitschreiben: “Ein Kirsch-Milchshake, halber Liter (also groß) und zum Mitnehmen”. Aber auch weiterhin erntete ich mit meiner Bestellung nur ratlose Blicke. Als ich dann auf das Werbeplakat zeigte, kam endlich die Erleuchtung: “Ach sooo, Sie wollen ein Milchshake Kirsch!”
Ich enthalte mich da jetzt mal jeglichen Kommentars… erinnert mich aber an eine Story meiner Mutter, als sie in der Bäckerei einen “Butterkuchen” (eine Art Hefegebäck) ordern wollte. Zweimaliges Bestellen eines “Butterkuchens” brachte nur die Reaktion “soetwas führen wir nicht”. Meine Mutter zeigte daraufhin auf den Butterkuchen und meinte “das da hätte ich gerne”. Die Reaktion der Bäckerei-wohldochnichtFach-Verkäuferin kam auch prompt: “Ach so, das nennen wir Butterkuchen.”